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07.07.2017 Orientierungslauf - Deutsche Staffeln zum Abschluss in Top 20

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Die schwedischen Damen und die norwegischen Herren gewannen die abschließende Staffelentscheidung bei den Weltmeisterschaften in Estland. Die deutschen Staffeln liefen auf den 17. und 18. Rang. Nach einer dramatischen Startstrecke musste Felix Späth (OLG Siegerland) ins Krankenhaus.
 
Ausgehend von der Arena Vitipalu, demselben Wettkampfzentrum wie zur Mitteldistanz, starteten zunächst die Herren auf die abschließende Waldstaffel. Felix Späth zeigte bis zum 15. Kontrollpunkt eine herausragende Startstrecke. Am letzten Gabelposten verlor der Siegerländer Orientierungsläufer allerdings mehr als fünf Minuten, so dass die Übergabe an Position 18 erfolgte. Zu allem Überfluss ging es mit Verdacht auf Daumenbruch nach dem Wettkampf direkt ins Krankenhaus nach Tartu. Moritz Döllgast (TV Oberbexbach) lief nach der kräftezehrenden Langdistanz vor wenigen Tagen als zweiter Läufer ein kontrolliertes Rennen und übergab an Position 17 auf Bjarne Friedrichs (MTV Seesen). Der deutsche Schlussläufer konnte die Staffel mit einem sicheren Lauf auf Rang 17 beenden.
 
Im später folgenden Damenrennen lief Paula Starke (USV TU Dresden) die deutsche Staffel an. Dass das Unwohlsein der Dresdner Läuferin vor dem Start nicht nur auf die Aufregung zurückzuführen war, sondern vermutlich krankheitsbedingte Ursachen hatte, zeigte sich erst im Laufe des Rennens. So ging Christiane Tröße (SV TU Ilmenau) schon mit einem gehörigen Rückstand auf die zweite Strecke, zeigte einen sicheren Lauf und konnte ebenso wie Susen Lösch (USV Jena) noch ein paar Plätze für die deutsche Staffel gut machen. In der Gesamtwertung bedeutete dies am Ende Rang 18.
 
Bei sonnigen Bedingungen setzten sich zur Herrenstaffel zunächst die Teams aus Skandinavien, Litauen, Tschechien und Frankreich ab. Die nach dem zweiten Wechsel führenden Norweger liefen mit Schlussläufer Magne Daehli zum Sieg. Auf den weiteren Plätzen folgten Frankreich mit Thierry Gueorgiou und Schweden mit Gustav Bergmann.
 
Im Damenrennen übernahm das schwedische Team schon auf der Startstrecke die Führung. Mit mehr als zwei Minuten Vorsprung lief die nun dreifache Goldmedaillengewinnerin Tode Alexandersson zum Staffelsieg für die Skandinavier. Auf den weiteren Plätzen folgten Natalia Gemperle (Russland) und Merja Rantanen (Finnland).
 
Nach sehr intensiven 1,5 Wochen enden mit dem heutigen Tag die 34. Weltmeisterschaften im Orientierungslauf. Aus deutscher Sicht gab es viel Licht und Schatten. Als beste deutsche Läuferin bestätigte Susen Lösch die Ergebnisse aus dem Vorjahr. Auch der junge Nationalläufer Moritz Döllgast zeigte, dass in den kommenden Jahren auf der Langdistanz mit deutschen Läufern zu rechnen ist.

Daniel Härtelt

Homepage Veranstaltung: http://woc2017.ee/

Ergebnisse:

Damen
1. Schweden (Johansson, Jansson, Alexandersson)            101:12 min
2. Russland (Rudnaya, Mironova, Gemperle)                     103:53 min
3. Finnland (Harju, Teini, Rantanen)                                105:35 min
18. Deutschland (Starke, Tröße, Lösch)                            140:54 min
 
Herren
1. Norwegen (Kinneberg, Lundanes, Daehli)                     94:50 min
2. Frankreich (Tranchand, Basset, Gueorgiou)                   96:06 min
3. Schweden (Runesson, Lind, Bergmann)                         96:53 min
17. Deutschland (Späth, Döllgast, Friedrichs)                    113:29 min